Webspace bringt das Internet erst zum Funktionieren, denn neben möglichst schnellen Wegen der Datenübertragung, braucht das Web in erster Linie Speicherplatz für all die Daten, die von Millionen Nutzern weltweit und rund um die Uhr angefordert, abgerufen und bereitgestellt werden. Die Frage, wie viele Daten im Internet mengenmäßig überhaupt zur Verfügung stehen, ist dabei schwierig zu beantworten. Experten schätzen jedoch, dass das gesamte Datenvolumen im Web im Jahr 2011 eine Gesamtmenge von 1800 Exabyte erreicht haben wird, was unvorstellbaren 1,8 Billionen Gigabyte entspricht.
Sich eine solche Datenmenge auch nur annähernd zu verbildlichen, dürfte schwierig sein, aber alle Daten, die via Internet übertragen werden, haben zumindest eines gemeinsam: Sie müssen irgendwo unter festen Adressen hinterlegt sein, damit sie überhaupt gefunden werden können. Und genau hier wird Webspace benötigt, ein Begriff, für den es kein passendes Pendant in der deutschen Sprache gibt, den man aber ein bisschen mühsam mit
„Internet-Speicherplatz“ übersetzen kann. So wie der heimische PC ist auch ein Webserver, also ein Computer, der nichts anderes tut, als die auf ihm gespeicherten Daten im Web zum Abruf bereitzuhalten, auf diesen Speicherplatz angewiesen, der zumeist in der Form von Festplattenspeicher zur Verfügung gestellt wird.
Wer Webspace benötigt, um beispielsweise die Daten für eine eigene Homepage im Web bereitzustellen, wendet sich an einen Internetdienstanbieter – auch ISP genannt (die Abkürzung für „Internet Service Provider“). Diese ISPs halten unterschiedlichste Pakete für jeden Anspruch bereit, je nachdem, wie viel Speicherplatz benötigt wird und welche Sonderfunktionen der Kunde wünscht. Meist wird Webspace zusammen mit einer Domain in einem Vertragspaket gemietet. Hier wird der ISP dann zum Webhoster. Heißt: Neben der Bereitstellung von Speicherplatz für Internetseiten wird auch die technische Administration einer Website über ihn abgewickelt und er schafft die Grundlagen dafür, dass auf die entsprechenden Internetseiten zugegriffen werden kann.
Generell kann jede Art von Daten auf einem Webserver bereitgestellt werden und keineswegs nur diejenigen, die zur Darstellung von Webseiten nötig sind. Wer an die Geschwindigkeit bei der Bereitstellung seiner Daten keine hohen Ansprüche stellt, findet im Web übrigens auch eine Vielzahl kostenloser Webspace Angebote. Die Anbieter verdienen Ihr Geld zumeist mit dem Einblenden von Werbebannern beim Aufruf von Webseiten, was jedoch auf professionellen Internetseiten wenig seriös wirkt und deshalb meist privaten Homepages vorbehalten bleibt.

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