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Was versteht man unter Programmierung?

Programmierung ist der Prozess, in dem eine fertige Software-Lösung für ein bestimmtes Problem entwickelt wird. Dieser Prozess kann in vier Abschnitte unterteilt werden: Zu Beginn steht die Problemanalyse. Der Programmierer analysiert den Ist- Zustand bereits vorhandener Software beziehungsweise das zu lösende Problem und erstellt eine Liste der Anforderungen an das Programm. Danach folgen der Programmentwurf und die Implementierung des Programms. Die Implementierung beinhaltet die Erstellung eines Quellcodes und die Übersetzung des Codes in eine ausführbare Form.

Die Erstellung des Quellcodes erfolgt in einer Programmiersprache, die dem Programmierer alle nötigen Werkzeuge zur Verfügung stellt: Variablen dienen der Speicherung von Informationen, Operatoren können Variablen auf unterschiedliche Arten verknüpfen und Kontrollstrukturen ermöglichen eine Überprüfung. Funktionen (auch Prozeduren genannt) erlauben die Aufteilung des Quellcodes in einzelne Teilmodule, was besonders bei großen Software-Projekten unerlässlich ist, um den Überblick zu bewahren und bei der Programmierung fehlerfreien Code zu erstellen. Beispiele für solche so genannten prozeduralen Programmiersprachen sind „C“, „Turbo Pascal“ und „Basic“. Weitere Strukturierungsmöglichkeiten bietet die objektorientierte Programmierung in Form von Klassen und Objekten. Beispiele für objektorientierte Programmiersprachen sind unter anderem „C++“ und „Java“.

Der fertige Quellcode muss nun in eine Sprache übersetzt werden, die der Computer versteht, nämlich die Maschinensprache. Diesen Vorgang nennt man „Kompilierung“. Dabei entsteht ein ausführbares Programm, also eine Software. Diese muss nun getestet werden, um sicherzustellen, dass sie die ursprünglich aufgelisteten Anforderungen auch erfüllt. Erfolgt die Programmierung mittels der Programmiersprache „Java“, so kompiliert die „Java Virtual Machine“ in einer eigenen Umgebung, der Java-Plattform. Das hat den Vorteil, dass Java-Programme auf verschiedenen Betriebssystemen laufen können.

Für viele Programmiersprachen existieren Entwicklungsumgebungen, die die Programmierung erleichtern. Man muss dabei nicht jede Zeile Quellcode von Hand eingeben, sondern kann häufig verwendete Strukturen per Knopfdruck in das eigene Programm einfügen.
Zur Darstellung von Inhalten auf Internetseiten verwendet man ebenfalls spezielle Sprachen wie zum Beispiel HTML (Hypertext Markup Language) oder XHTML (Extensible Hypertext Markup Language). Der Quelltext, den man mit einer solchen Sprache erstellt, wird anschließend vom verwendeten Browser interpretiert und als Text, Bild oder Video dargestellt. Wer sich einen solchen Quelltext etwas genauer anschauen möchte, kann bei den meisten gängigen Browsern die Funktion „Seitenquelltext anzeigen“ nutzen.